Lasst uns die Spirale der Gewalt durchbrechen

16.11.2015 - Gerardo Femina

Dieser Artikel ist auch auf Italienisch verfügbar.

Lasst uns die Spirale der Gewalt durchbrechen
(Bild von Telam)

Die terroristischen Attentate, die gleichzeitig sieben Orte in Paris trafen, hinterlassen Bestürzung und Traurigkeit. Worte reichen nicht aus, um eine solch brutale Gewalt zu verurteilen. Zudem fühlen wir Angst und Lähmung angesichts der Anschläge, die so plötzlich kommen und Personen treffen, die fast immer unschuldig sind und die in keinster Weise verantwortlich für die Schreckensszenarien, die in dieser Welt geschehen.

Seit vielen Jahren sprechen wir davon, wie wichtig und nötig es ist, die Richtung, in die die Dinge laufen, dringend zu ändern und 2009 haben wir dies mit Nachdruck beim weltweiten Marsch für Frieden und Gewaltfreiheit getan. Der Terrorismus ist auch eine Folge des Desasters westlicher Politik im Mittleren Orient. Wie Tony Blair, einer der Urheber dieses Desasters, zugab, war der Krieg im Irak ein kolossaler Fehler, der unter anderem den Nährboden für das Entstehen und die Entwicklung des Islamischen Staates bot. Noch heute unterstützen Frankreich, die USA und andere Länder des Abendlands und des Mittlern Ostens terroristische Gruppen in Syrien. Sie bilden sogenannte moderate Rebellen aus und liefern ihnen Waffen und Ausrüstung, die dann in den Händen von Isis enden.

An diesem Punkt müssen wir auch die Scheinheiligkeit und Heuchelei verurteilen, mit denen diese Terroranschläge präsentiert werden. Mit Sicherheit wird sich dies zu Nutze gemacht werden, um die Kontrolle zu erhöhen, die Heere aufzurüsten, hart durchzugreifen… aber es wird nicht gesagt, dass die einzige Lösung, um den Terrorismus zu bekämpfen, nur die des Dialogs mit allen Regierungen sein kann, inklusive eines sofortigen Stopps alle Waffenverkäufe, besonders in den Mittleren Osten und im Speziellen nach Saudi Arabien. Alle anderen Reaktionen werden nur Öl ins Feuer schütten. Wie Silo sagte: „Der Frieden wird nicht mit gewaltsamen Vorgehen gegen die Gewalt erreicht“.

Die Verteidigung vor dem Terrorismus ist vor allem eine Sache der Intelligence, nicht des Militärs. Und wie auch jenes europäische Parlament in 2001 verkündete: anstatt Verbündete abzuhören, täten die Geheimdienste gut daran, ihre Arbeit besser zu machen und so zu vermeiden, dass solche Dinge überhaupt passieren.

Wir verurteilen diese Attentate aufs Schärfste, so wie wir auch das Blutbad letzten Oktober in Afghanistan aufs Schärfste verurteilt haben, das vom amerikanischen Militär angerichtet wurde, indem es ein Krankenhaus bombardierte mit dem irrwitzigem Ziel, Taliban zu treffen.

Wir lassen uns nicht terrorisieren, weil wir sonst einfach zu manipulieren wären. Wir erklären unsere aufrichtige Solidarität mit den Familien der Opfer, so wie wir es auch getan haben, als 224 Personen bei einen terroristischen Attentat auf ein russisches Flugzeug in Ägypten ihr Leben verloren.

Gerardo Femina, Welt ohne Krieg und Gewalt
Übersetzung aus dem Italienischen von Evelyn Rottengatter

Kategorien: Frieden und Abrüstung, Meinungen, Pressemitteilungen
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